Kategorie: Presse

Computerspielsucht wird in die ICD-11 mit aufgenommen

Die WHO hat nun entschieden, die Computerspielsucht in die Rubrik der Verhaltenssüchte mit aufzunehmen. Diese wird ab Januar 2022 in Kraft treten. Dem ging eine jahrelange Diskussion voraus. Diskutiert wurde, ob es sich hierbei um eine Suchterkrankung handle oder nicht!

Unsere numehr 13jährige Erfahrung in der Arbeit mit Menschen, die exzessiv Computerspiele nutzen, hat uns immer schon dazu bewogen, hier ganz klar von Sucht zu sprechen. Dies nur als Folge einer anderen psychischen Erkrankung zu sehen, wie bspw. einer Depression, zeigte sich in der Behandlung nicht als zielführend.

Neben der Computerspielsucht, wurde auch Glücksspielsucht und Zwanghaftes Sexualverhalten mit aufgenommen. Darunter fallen auch Menschen, die exzessiv und süchtig Pornografie nutzen (auch SEXting). Auch hier bieten wir schon seit mehrern Jahren Beratung an.

Exzessives Online-Verhalten kann sich zu einem Suchtverhalten entwickeln, welches eine Suchtbehandlung erforderlich macht.

Deshalb begrüßen wir die Entscheidung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sehr und hoffen, dass sich dann ab 2022 auch das Angebotsspektrum im Bereich der Verhaltenssüchte erweitert.

Zum ausführlichen Artikel im Ärzteblatt gelangen Sie hier.

Zur Pressemitteilung des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V. gelangen Sie hier.

Im Fegefeuer der Rollenspiele

Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk Kultur beschreibt Gordon Emons die tagtägliche Arbeit in der Beratungsstelle. Er gibt einen Überblick über die unteschiedlichen Nutzungsformen und die damit verbundenen Risiken.

Gerade Spiele, die immer weiterlaufen, sogenannte RTS (Real-Time-Strategy) animieren mich andauernd, und auch in Situationen in denen ich eigentlich nicht spiele, zum Weitermachen. Oft ist dies auch verknüpft mit sogenannten inApp-Käufen. Hier kann ich mir Items online erwerben, die mich im Spiel weiterbringen, bzw. meine Spielfigur verschönern. Aber lesen Sie selbst! Hier kommen Sie zu kompletten Artikel.

AOK Gesunheit und Gesellschaft

Smartphonefreie Beratungsstelle

Unter dem Titel „Zurück im Echten Leben“ setzt sich die AOK-Zeitschrift Gesundheit und Gesellschaft in ihrer aktuellen Ausgabe mit dem Thema der Computerspielsucht auseinander. Wie das Zocken das Leben eines jungen Menschen verändern kann wird hier sehr eindrücklich beschrieben. Neben der Suchtentwicklung und den damit verbundenen Folgen im Real Life, widmet sich der Journalist  Kay Funke-Kaiser zusätzlich den unterschiedlichen möglichen Behandlungsmöglichkeiten. Auch das Angebot unserer Beratungsstelle Lost in Space findet hier ihren würdigen Platz.

Zurück im Echten Leben – AOK Gesundheit und Gesellschaft